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Judoturnier in Vöcklabruck - 27.02.2010 |
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Geschrieben von: Kofler Bernhard
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Montag, den 08. März 2010 um 20:02 Uhr |
Christina Raffler in Vöcklabruck an Österreichs Judospitze dran - 27.02.2010
Kaum eine Sportart ist so komplex wie Judo. Judo verlangt einen von Kopf bis Fuß
austrainierten Körper, Schnelligkeit und Wendigkeit ebenso wie Kraft und Ausdauer. Dabei ist Judo oder „die sanfte Kunst“, wie Judo übersetzt heißt, eine sehr ästhetische Sportart, die auf dem Grundprinzip „Siegen durch Nachgeben“ beruht. Das bedeutet, dass man die Kraft des Gegners ausnützt, um diesen mit verhältnismäßig geringem Aufwand aus dem Gleichgewicht zu bringen. Dieses Prinzip beinhaltet Taktik und Reaktionsvermögen, dazu gehört viel Intelligenz zum Kampf.
So gibt es beim Judo viele Möglichkeiten zu gewinnen, ebenso viele zu verlieren. Lang und hart ist der Weg zum erfolgreichen Judoka. Das weiß auch Christina Raffler, Osttirols große Judo-Nachwuchshoffnung, und trotzdem, oder gerade deswegen ist sie vom Judosport so fasziniert. Die junge Matreierin, die heuer gerade einmal 16 Jahre alt wird und die ihre ersten Gehversuche auf den Judomatten erst vor wenigen Jahren gemacht hat, hat sich in beeindruckendem Tempo zu einer starken Kämpferin und selbstbewussten Judopersönlichkeit entwickelt. So erkämpfte sich Christina vor zwei Wochen den Tiroler Meistertitel in der allgemeinen Klasse. Aufgrund ihrer sportlichen Erfolge und ihres Leistungspotentiales wurde Christina auch in den U17-Nationalkader des österreichischen Judoverbandes aufgenommen und absolviert Christina derzeit ein dichtes Trainings- und Turnierprogramm. Vergangenes Wochenende startete Christina beim äußerst stark besetzten internationalen Vöcklabrucker Judoturnier, ein C-Turnier, an welchem nicht weniger als 9 Nationen (Schweiz, Slowenien, Tschechien, Slowakei, Italien, Liechtenstein, Deutschland, Ungarn und Österreich) mit deren U17-Nationalteams teilgenommen haben. Leider war das Glück diesmal nicht auf Christinas Seite: Im Kampf gegen die Schweizerin Kaderkämpferin Berger, der späteren Klassensiegerin, wurde ein vom Hauptkampfrichter für die Schweizerin vergebener großer technischer Vorteil von den Seitenrichtern überraschend in ein Ippon umgewandelt, womit Christina nur mehr die Hoffnungsrunde blieb. Dort unterlag sie nach starkem Kampf im „Golden Score“ unglücklich mit der kleinsten Wertung. Damit landete Christina auf dem 9. Platz bei gesamt 22 Teilnehmern in der Gewichtsklasse -52 kg. Aber auch solche Erlebnisse gehören zum Leben eines Athleten. Das Ziel von Christina, die auch eine ausgezeichnete Schülerin des Sport-BORG in Lienz ist und neben dem täglichen Judotraining auch noch die Landesmusikschule Matrei-Iseltal besucht, ist aber klar: Sie möchte den Weg zu einem Spitzenjudoka weitergehen. Ihre Einstellung zu Schule und Sport, ihr Trainingsfleiß und ihre außergewöhnliche Zielstrebigkeit scheinen weitere Erfolge zu garantieren. Wir wünschen Christina, die selbst leise Töne bevorzugt, jedenfalls alles Gute auf diesem Weg. Mit einem Europaturnier in Zagreb mit anschließendem Trainingslager von 05.-10.03. und dem Thüringen-Pokalturnier in Bad Blankenburg (D), mit 16 Nationen am Start im Vorjahr, stehen die nächsten Einsätze für Christina vor der Tür.
Für die Judo Union Raiffeisen Osttirol: Michl Rainer |