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Samstag 19 Mai 2012
du bist hier: Fußball / Auswärtsspiel gegen Lind - 22. Oktober 2011
Auswärtsspiel gegen Lind - 22. Oktober 2011 Drucken
Geschrieben von: Kofler Bernhard   
Montag, den 24. Oktober 2011 um 10:53 Uhr
ball_neutralDer „Angstgegner“ schlug wieder zu!
SV Lind/Drau – Union Raika Matrei 3:1 (1:1) - 22.10.2011
 

Lind/Drau: Martin Granitzer, Rene Löschnig, Jörg Obertaxer (75.: Kevin Funder), David Obweger, Thomas Preininger (90.: Daniel Mussnig), Joseph
Rainer (66.: Gernot Obertaxer), Selvad Kujovic, Marco Ebner, Dominik Steiner, Lukas Gritschacher, Gerald Repetschnig.
Matrei: Benedict Unterwurzacher, Martin Holzer, David Resinger, Fabian Mattersberger (75.: Andreas Steiner), Lukas Brugger, Daniel Steiner (66.: Norbert Scheiber), Martin Riepler, Daniel Kofler (75.: Mathias Berger), Mario Kleinlercher, René Scheiber, Raphael Hatzer.
Lind/Drau, 150, SR Heinz Dorfer (Stefan Wedenig, Janko Simunovic).
 

Seit dem Wiederaufeinandertreffen im Herbst 2008 hat Matrei bei Lind noch keinen Punkt geholt, doch diesmal schien sich das Match auf einen Erfolg hin zu entwickeln. Die Gäste bekamen die Sache bald unter Kontrolle. Den Lindern, welche vor allem unter dem Ausfall von Alexander Preissl leiden – merkte man auch eine große Verunsicherung ob der zuletzt hingelegten Negativserie (5 Matches mir nur einem Punkt) an. Nach dem 0:1 zu einem recht günstigen Zeitpunkt schien alles nach Plan zu laufen, aber irgendwie machte sich Matrei in diversen Phasen durch Ungenauigkeiten das Leben schwer. Das mögliche 0:2 wurde mehrmals versäumt, was sich mit dem Ausgleichstreffer Sekunden vor dem Pausenpfiff rächte.
Nach Wiederbeginn wirkte Lind viel selbstsicherer und äußerst bissig, Matrei fand nicht mehr richtig ins Spiel zurück. Erst in den Schlussminuten gab es nochmals einige Möglichkeiten, zu diesem Zeitpunkt allerdings nur mehr auf eine Resultatsverschönerung.
 
Guter Start und Führung
Die Gäste, welche durch ihre beiden Spitzen Raphael Hatzer und René Scheiber den Ankick durchführten, übernehmen gleich die Initiative; vorerst werden diverse Angriffe, unter anderem durch Unentschlossenheit, nicht gut zu Ende geführt. Zwischendurch gibt es einmal eine bange Situation in Form einer Doppelecke, doch Thomas Preininger jagt freistehend, nach toller Abwehr von Seiten des Matrei-Schlussmannes Benedict Unterwurzacher bei einem 16m-Schuss Lukas Gritschachers, eine Abstauberchance daneben. Beim 0:1 wird René Scheiber mittels Quervorlage durch Mario Kleinlercher von Höhe der Mittellinie aus nach rechts vorne bedient; der Stürmer spielt noch Jörg Obertaxer aus, schießt ins lange Eck (24.). Möglichkeiten auf das 0:2 werden vertan, die Größte findet der an der langen Stange komplett freistehende René Scheiber, nach Stangler von links durch Raphael Hatzer, vor; da war er sich wohl zu sicher und rechnete nicht damit, dass der Ball noch verhüpfen könnte (35. Minute).
 
Es kommt Sand ins Getriebe
Mit der Zeit gerät das Matrei-Spiel nicht mehr so flüssig und frei. Lind setzt immer wieder Nadelstiche, doch lässt die Gästeverteidigung nichts aufkommen. Zwischendurch ein Aufschrei, als Assistent Stefan Wedenig zu Unrecht eine Abseitsposition von Raphael Hatzer signalisiert. In der 44. Spielminute übersteht Matrei einen Freistoß von Selvad Kujovic, den der Legionär über die Mauer und knapp über das aus seiner Sicht rechte Kreuzeck hebt. Doch gelingt es nicht, mit der Führung in die Pause zu gehen. Schiri Heinz Dorfer schreitet gegen ein zu langes Reklamieren durch Martin Holzer ein, diktiert auf Höhe von zirka 22 Metern (und Position zirka Spielfeldmitte) einen indirekten Freistoß – Kujovic legt auf, Luki Gritschacher trifft flach links neben den Pfosten hinein. Ein Treffer, der offensichtlich dazu beiträgt, bei Matrei die Köpfe etwas hängen zu lassen, während die bislang schmale Brust der Platzherren anschwillt.
 
In der zweiten Halbzeit mehr Reagieren als Agieren
Eine gewisse Zeit lang verläuft die Begegnung ziemlich offen, beidseitig sind die Chancen gering. Lind steht nun im Defensivbereich besser, alle Akteure legen vollen Biss an den Tag und stören die Gäste schon in deren Spielaufbau entscheidend. Urplötzlich das 2:1 durch einen schnellen Angriff, den Gerald Repetschnig in Rechtsaußenposition abschließt (56.). Matrei findet danach kein richtiges Mittel, muss sogar das 3:1 hinnehmen. Der erst sechs Minuten zuvor ins Spiel gekommene Gernot Obertaxer, der auch eine längere Verletzungspause hinter sich hat, packt all seine Routine aus und schiebt die Kugel seelenruhig und „temperiert gezielt“ von knapp innerhalb des Strafraums gegen die entgegenstürzenden Abwehrspieler samt Tormann ins Netz (72. Minute). Damit ist die Niederlage praktisch besiegelt, daran vermag auch ein Doppeltausch in der 75. Minute nichts mehr zu ändern. Erst in den letzten Minuten noch ein Aufflackern im Angriffsgeschehen der Iseltaler, doch kommt der letzte Pass nicht an, verfehlen Schüsse ihr Ziel oder werden eine Beute von Keeper Martin Granitzer.
 
Gelbe Karten: Jörg Obertaxer, Gerald Repetschnig, Lukas Steiner bzw. Mario Kleinlercher, Lukas Brugger, Fabian Mattersberger.

Tore: Lukas Gritschacher (45. aus indirektem Freistoß), Gerald Repetschnig (56.), Gernot Obertaxer (72.) bzw. René Scheiber (24. Spielminute).
 
 

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