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Zumindest gleichwertig, aber ohne Punktzuwachs SG Steinfeld – Union Raika Matrei 1:0 (1:0) - 29. August 2010
Steinfeld: Kevin Kroisl, Andreas Rohrer, Wolfgang Janesch, Christian Nagele, Andreas Kalser, Christoph Scheiflinger (35.: Markus Traschitzker), Franz
Mussnig, Christofer Huber, Borut Orehek, Miha Znidarsic, (70.: Werner Zanin), Roman Gaspersic (87.: Raphael Neuhauser). Matrei: Benedict Unterwurzacher, David Resinger, Andreas Steiner, Fabian Mattersberger, Christoph Steiner, Mathias Berger (55.: Daniel Kofler), Norbert Scheiber, Lukas Presslaber (46.: Martin Swette), Martin Riepler, René Scheiber, Raphael Hatzer. Sportzentrum Steinfeld, 235, SR Christian Maier (Michael Terbul, Josef Biber).
Die Gäste agierten über weite Strecken zumindest gleichwertig und speziell in den zweiten 45 Minuten teilweise überlegen, doch können sie sich davon nichts kaufen, denn die Punkte blieben in Steinfeld. Teilweise wurde schön kombiniert, in puncto Schnelligkeit konnte vor allem Christoph Steiner mit dem bekannt flinken Franz Mussnig durchaus mithalten. Der kleine Unterschied hieß eben Roman Gaspersic, der einmal mehr seine Qualitäten bei Freistößen unter Beweis stellte. So „bekleckerte sich“ der neue Tabellenführer zwar keineswegs „mit Ruhm“, doch nach dem Motto „lieber schlecht gespielt und gewonnen“ wurde mit Zittern der Vorsprung über die Zeit gerettet. Steinfeld begann erwartungsgemäß druckvoll, aber die so genannten Riesen-Chancen blieben aus. Mag sein, dass die Sturmleistung der Drautaler auch darunter litt, dass es interne Umstellungen mit größerer Beachtung der Abwehraufgaben (damit Rückbeorderung diverser Akteure in den Defensivbereich) gegeben hat. Der Treffer des Tages entstand aus einem harmlosen, allerdings durchaus zu ahndenden Foul und – „kleine Ursache, große Wirkung“ – Goalgetter Gaspersic versenkte das Leder mit gekonntem Heber über die Mauer; da hatte Schlussmann Benedict Unterwurzacher nur das Nachsehen. Mit der Zeit trauten sich die Gäste etwas mehr, jedoch ließ der Abschluss einiges zu wünschen übrig. Höchstens einmal in der 40. Minute hätte es zu einem Treffer reichen können; nach schönem Spielaufbau schoss Martin Riepler, doch Kevin Kroisl parierte sicher. Nach Wiederbeginn waren es nahezu nur mehr die Osttiroler, die einen Angriff nach dem anderen lancierten. Schon früh ging Stopper David Resinger mit in den Angriff, von ihm gingen auch die meisten entscheidenden Impulse aus. Steinfeld konnte die Totaloffensive Matreis eigentlich nie richtig zu Kontern nützen, einige Akteure der Gastgeber schienen nicht in Spiellaune. Keeper Unterwurzacher wurde nie entscheidend belästigt. Leider vermochte Matrei aus den rollenden Angriffen und auch vielen zugesprochenen Freistößen kein Kapital zu schlagen. Nur einmal um die 70. Spielminute hätte ein von Resinger ausgeführter Freistoß wohl einen Treffer bedeutet, aber Kroisl rettete mit Hilfe der Querlatte. Alles andere blieb schlicht zu ungefährlich: Die Distanzschüsse (teilweise nach Ideal-Aufspiel) fielen zu locker aus; Schüsse aus näherer Entfernung verfehlten ihr Ziel, wurden von Kroisl gehalten oder weggeboxt oder durch die von Stopper Andi Rohrer gut dirigierte Abwehr abgeblockt. Den Gästen, praktisch ohne große Namen, gebührt für ihren aufopferungsvollen Kampf ein Pauschallob.
Gelbe Karten: Wolfgang Janesch, Christian Nagele, Borut Orehek bzw. Martin Swette. Tor: Roman Gaspersic (Freistoß, 23. Spielminute). |